nicht ganz durchleſen köͤnnen; indeß habe er doch ſo viel geſehen, daß ſie viele gute Nachrichten enthielten. Die Mut⸗ ter las begierig und fand, daß die Nach richten vom Kriege wirklich ſehr gut lauteten. Sie ſchoͤpfte Hoffnung, bald wieder in ihr geliebtes Vaterland zu⸗ ruͤckkehren zu duͤrfen. Aber ſieh— am Ende der Zeitung war eine lange Liſte von Edelleuten, die wegen ihrer Vor⸗ liebe zu der alten Verfaſſung hingerichtet wurden. Und unter dieſen fand ſie auch den Namen ihres Gemahls, Heinrich von Erlau. Sie erſchrack, als haͤtte ſie ein Donnerſchlag getroffen. Das Blatt ſiel ihr aus den Haͤnden und ſie ſank in Ohnmacht. Es waͤhrte lange, bis die Leute im Hauſe, die auf Karls Jammergeſchrey herbey eilten, ſie wieder zurecht brachten. Sie verſiel in eine gefaͤhrliche Krankheit. Man zweifelte an ihrem Aufkommen, und der arme
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