— 23—
mein Bruder die frohe Bothſchaft bringt,
Sie ſeyen gerettet. Wollte Gott, ich koͤnnte Ihnen von Ihrem lieben Gemahl und Ihrer geliebten Tochter noch einmal die naͤmliche frohe Nachricht bringen!“
III.
Frau von Erlau war mit ihrem Knaben gluͤcklich uͤber den Rhein ge⸗ kommen und nun in Sicherheit. Allein es war fuͤr ſie hier kein Bleibens. Der Aufenthalt wurde den Ausgewanderten ſehr erſchwert; und uͤberdieß ruͤckte der Kriegsſchauplatz immer naͤher. Sie reiste nach der Anleitung, die ihr Richard ge⸗
geeben hatte, laͤngs dem Rhein hin, der Schweiz zu. Ihre Baarſchaft ſchmolz
ſehr zuſammen. Der Aufenthalt in der
Schweiz wurde ihr als zu koſtbar ge⸗
ſchildert. Man rieth ihr, in Schwaben


