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Das Blumenkörbchen : eine Erzählung, dem blühenden Alter gewidmet / von dem Verfasser der Ostereyer
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[Giessen] [2024]
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wuͤrde! Wie wunderbar weiß Gott doch alle Dinge zu lenken, und wie guͤtig iſt Er! Als der graͤfliche Wagen vor dem Schloß⸗ thore ankam, ſtanden die Beamten und alle die uͤbrigen Diener des Grafen bereit, die Herrſchaft zu bewillkommen. Auch Marie ward ſehr freund⸗ lich begruͤßt, und alle bezeugten ihre Freude, ſie wieder zu ſehen und wuͤnſchten ihr Gluͤck, daß ihre Unſchuld an den Tag gekommen. Der alte Amtmann aber nahm ſie mit wahrhaft vaͤterlicher Zaͤrtlichkeit bey der Hand, bath ſie vor allen An⸗ weſenden um Verzeihung, bezeugte dem Grafen und der Frau Graͤfin fuͤr die edelmuͤthige Verguͤ⸗ tung des zugefuͤgten Unrechts ſeinen Dank, und verſicherte, auch er, auf den die groͤßte Schuld falle, werde ſich beſtreben, dieſe Schuld nach Kraͤften abzutragen. Marie ſtand am andern Tage ſehr fruͤh auf. Die Freude und der herrliche Maymorgen, der ihr hier auf dem Lande wieder ſo recht in das Fenſter ſchien, hatten ſie ſo fruͤhe geweckt. Sie eilte ihre vaͤterliche Wohnung und ihren Garten zu beſuchen. Unterwegs begegneten ihr lauter

reundliche Geſichter; manche jungen Leute, de⸗

nen ſie als Kinder Blumen geſchenkt hatte, wa⸗ ren ſo herangewachſen, daß Marie ſich daruͤber

wundern mußte. An der Gartenthuͤre kamen ihr 1

der Bauer und die Baͤuerin entgegen, gruͤßten ſie