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in das Wort, Ihr, Ihr werdet ja doch nicht an meiner Unſchuld zweifeln! Ach Gott, fuhr ſie weinend fort, ſo iſt denn kein Menſch mehr in der Welt, der mich nicht fuͤr eine Diebin haͤlt! Selbſt mein Vater nicht!— Vater, glaubt es doch, Ihr habt an mir keine Diebin erzogen.“
„Sey ruhig, liebes Kind, ich glaube dir! ſprach der Vater. Es ward mir blos ſo befoh⸗ len, dich zu fragen.“ Beyde ſchwiegen wieder.
Der Vater betrachtete Marien. Ihre Wan⸗ gen waren blaß und abgehaͤrmt, ihre Augen vom Weinen roth und geſchwollen, ihre dichten, blon⸗ den Haare, in die ſie ſich haͤtte ganz einhuͤllen koͤnnen, waren aufgeloͤſet und flogen zerſtreut umher.„Armes Kind, ſprach er, Gott hat dir ein ſchweres Leiden aufgelegt! Und ich fuͤrchte — ich fuͤrchte, das Allerſchwerſte, das Entſetz⸗ lichſte kommt erſt noch! Ach vielleicht— viel⸗ leicht werden ſie dir dieſes jugendliche Haupt gar abſchlagen!“—
„Ach Vater, ſagte Marie, um mich iſt es
mir gar nicht. Aber Euer graues Haupt— o Gott!— wenn ich das unter dem Schwerte muͤßte fallen ſehen!“ „Juͤr mich fuͤrchte nichts, liebes Kind, ſagte der Vater. Mir geſchieht nichts! Aber mit dir— ich hoffe zwar noch das Beſſere— aber
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