wunderbar errettet? Und hatte Gott, indem Er mir ſie rauben ließ, nicht dabey, ſo wie bey Allem, was uns begegnete, die weiſeſten und liebevoll⸗
ſten Abſichten? Ach wenn wir im ruhigen Beſitze
unſrer Reichthuͤmer und in unſrer Verbindung mit der großen Welt geblieben waͤren, wenn in un⸗ ſerm Hauſe, wie das fruͤherhin geſchah, immer eine vornehme Geſellſchaft die andere verdraͤngt haͤtte, wenn ſogar unſre Erholungen, zum Bey⸗ ſpiele meine Jagden, wieder neue Erholungen noͤthig gemacht haͤtten— wie bald haͤtten wir wie⸗ der in das alte Weſen zuruͤck ſinken, und von wahren Chriſten nichts, als den Namen uͤbrig behalten koͤnnen? Auch die Erziehung der Kinder iſt in einem reichen Hauſe, in dem die große Welt ſo zu ſagen zu Hauſe iſt, vielen Gefahren ausge⸗ ſetzt, und wir haͤtten unſre Soͤhne wohl nicht ſo gut, als wir wuͤnſchten, erziehen koͤnnen! Allein Gott fuͤgte es anders und beſſer. Er entzog uns unſre Guͤter, unſre vornehmen Freunde, die Gunſt des Kaiſers, trennte uns von einander und von unſern Kindern, und uͤberhaͤufte uns mit Leiden. Ich lenkte nun als ein fleißiger Bauersmann den
Pflug, und lernte aus Erfahrung, wie hart die Landleute ihr Stuͤckchen Brod erwerben muͤſſen.
Einſamkeit und Entfernung vom Geraͤuſche der
Welt lehrten mich Gott und mich ſelbſt erſt recht
erkennen; die goͤttliche Lehre Jeſu wurzelte in meinem Innerſten immer tiefer. Du, liebſte Gemahlin, die einſt von der Welt ſo ſehr be⸗ wundert wurde, mußteſt als Sklavin dich de⸗


