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hoben ein lautes Gebell. Wir vermutheten die Annaͤherung eines Wolfes, ſtanden auf und griffen nach unſern Spießen; allein zu unſerm Erſtaunen ſahen wir im Glanze unſers Hirten⸗ feuers einen bewaffneten Krieger auf uns zuſchrei⸗ ten. Das war eine ſeltene Erſcheinung in die⸗ ſen friedlichen Bergen. Mein Pflegevater beglei⸗ tete den Kriegsmann, und ſah ſehr beſtuͤrzt und traurig aus. Wir zwey Juͤnglinge konnten uns gar nicht vorſtellen, was das zu bedeuten habe; wir wurden es aber ſogleich inne.“— „Auch unſre Gemeinde mußte einen Mann ins Feld ſtellen. Der Kriegsmann hatte bereits
dieſen Nachmittag die ſtreitbare Juͤnglinge nebſt ihren Vaͤtern, unter der großen Eiche, unter der die Gemeinde gewoͤhnlich zuſammen kam, ver⸗
ſammelt, und befohlen, das Loos zu ziehen. Der alte Hirt hatte fuͤr ſeinen Sohn ziehen muͤſſen, weil der Kriegsmann ſehr eilig war, und es fuͤr zu weitlaͤufig hielt, den Sohn erſt herbey zu ru⸗ fen. Das Loos hatte den Sohn getroffen, und der Krieger kam nun, ihn ſogleich mit ſich fort zu nehmen.“
*„Der gute Juͤngling ward, als er das hoͤr⸗ te, todtenbleich, und dem alten Vater ſtanden die Thraͤnen in den Augen. Allein ich ſprach zu dem Krieger:„Nimm dieſen nicht, nimm mich! Ich habe mehr Luſt, Soldat zu ſeyn, als dieſer hier. Als ich deinen Helm und deine Lanzenſpitze, im Glanze des Feuers da, blinken ſah, lachte mir das Herz. Mein Vater war auch Soldat, und


