verzuͤglich das Ufer zu erreichen. Er ſtieg ans Land, er verfolgte das Thier mit lautem Drohen und weit ausgeholten Schritten! Allein bald ſah er nichts mehr von dem ſchrecklichen Raubthiere und dem geliebten Kinde, und ſuchte vergebens die Oeffnung zu finden, durch die das Thier in den Wald zuruͤck gekehrt war. Wildverwachſene Gebuͤſche, Dornen und ſtachlichte Gewaͤchſe, die den Boden bedeckten, machten es ihm uͤberall un⸗ moͤglich, in den ſchauerlichen Wald einzudringen. Schwer aufathmend, mit klopfendem Herzen„ vor Schrecken und Jammer faſt außer ſich, von Dor⸗ nen und Stacheln verwundet, blieb er endlich ſtehen. Nur mit Huͤlfe des Baumaſtes hielt er ſich noch aufrecht.„Ach, ſeufzte er, alle meine Muͤhe iſt umſonſt! Ich kann das Ungeheuer nicht mehr ein⸗ holen; ich kann den holden Knaben dem Rachen des Loͤwen nicht mehr lebend entreißen! Ach viel⸗ leicht faͤnde ich von meinem geliebten Agapius kaum mehr einige Gebeine! O du liebliches Kind, ſo wurdeſt denn auch du mir genommen! So muß⸗ teſt du dein junges Leben ſo fruͤh und ſo ſchreck⸗ lich— unter den Zaͤhnen eines grimmigen Raub⸗ thieres enden— du holder Liebling meiner Seele!“⸗ — Er ſchaute lange mit ſtarrenden Blicken ſprach⸗ los zum Himmel. Endlich ſagte er:„Nun, Vater im Himmel, es war Dein Wille, daß es ſo ging! Du weißt es, warum Du es ſo geſchehen ließeſt! Unergruͤndlich und unerforſchlich ſind Deine Rathſchluͤſſe, aber immer weiſe und gut. Viei⸗
leicht waͤre der gute Knabe ſchrecklichern Schicl⸗
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