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Nachdem ich nun dieſe Skizze von meinem Vater entworfen, muß ich auch Einiges von mei⸗ ner Mutter ſagen; ſie beſaß in der That viele von den Vorzuͤgen, welche den weiblichen Charak⸗ ter ſo ſehr ſchmuͤcken, und war dabei mit nicht geringer Schoͤnheit begabt. Die Lebendigkeit ihres Geiſtes, gab dem Ausdruck ihres Antlitzes eine anmuthsvolle Mannichfaltigkeit; ihre Geſtalt war erhaben und ihr ganzes Weſen wuͤrdevoll. Ihr groͤßter Vorzug aber war ihr edles, treffliches Herz.
Sie verheirathete ſich mit meinem Vater ge⸗ gen ihre Neigung, denn ſie gehorchte dabei nur dem Willen ihrer Aeltern; dennoch aber gab es keine gluͤcklichere Ehe als die ihrige. War ihr irgend eine Schwaͤche eigen, ſo war es ein gewiſſer Ahnenſtolz, denn ſie ſprach gern von ihren Vor⸗ fahren, und bemerkte oft, daß ſich dieſe nie unter ihrem Stande vermaͤhlt haͤtten. Mein Vater machte ſich dann und wann uͤber dieſes Vorurtheil luſtig, dann aber entgegnete ſie ſtets: Du magſt Recht haben, ich aber freue mich dennoch, aus dem ed⸗ len Blute der Guzmanns abzuſtammen.
Eine Bemerkung, welche mein Vater gemein⸗ hin nur mit einem Laͤcheln erwiederte.


