Teil eines Werkes 
2. Band (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

171

keinen Augenblick, und ſprengen Sie von dannen, ohne von irgend Jemand Abſchied zu nehmen. Welches Verbrechen habe ich denn begangen? fragte mein Vater in einem feſten Ton,wes⸗ halb ſoll ich entfliehen? Hab' ich meinem Koͤnige und meinem Vaterlande nicht treu gedient? Habe ich nicht mein Eigenthum hingegeben, um unſere Unabhaͤngigkeit vertheidigen zu helfen, um Ferdi⸗ nand zuruͤck auf den Thron zu fuͤhren? Sind meine Haͤuſer nicht gepluͤndert und niedergebrannt worden? Wurden meine Guͤter nicht verheert und verwuͤſtet? Ward nicht wegen meiner An⸗ haͤnglichkeit an den Koͤnig meine Familie der

Armuth und dem Elende preisgegeben? Und als

ich gezwungen ward, von dem Feinde ein Amt zu uͤbernehmen, that ich damals fuͤr mein Vaterland nicht Alles, was in meinen Kraͤften ſtand? Gab ich meine Kinder nicht zur Vertheidigung Spa⸗ niens hin, als ſie kaum ein Schwert zu fuͤhren vermochten? Koͤnnen dieſe Thatſachen gelaͤugnet

werden? Und ſoll ich jetzt entfliehen, wie ein

Verbrecher, der die verdiente Strafe fuͤrchtet? Nein, nein! nimmermehr! Das Bewußtſeyn mei⸗ ner Unſchuld iſt mein Schild!

Eben was Sie gethan, was Sie ſo eben erwaͤhnen, rechnet man Ihnen zum Verbrechen an, verſetzte der Marquis,Patriotismus und