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„Ich bin zu Villa⸗Caſtin geboren,“ begann Ra⸗ mirez, indem er ſich neben mich niederließ,„und lebte dort gluͤcklich mit meinem Weibe und zwei Kindern, einem Sohne und einer Tochter, bis der grauſame Dunier anlangte. Mein Sohn hatte ſein funfzehntes, ſeine Schweſter ihr ſechzehntes Jahr erreicht, und ihre gegenſeitige Liebe erregte fuͤr ſie das Intereſſe Aller derer, die ſie kannten. Sehnſuchtsvoll danach verlangend, ſich der Zahl der Vaterlandsvertheidiger anzureihen, flehte mich mein Sohn um die Erlaubniß an, gegen den ge⸗ meinſchaftlichen Feind die Waffen ergreifen zu duͤr⸗ fen, welches ich indeß in Nuͤckſicht ſeiner Jugend und Unerfahrenheit nicht zugeben wollte. Erſt als
Ihr Bruder, Don Raimundo, bei uns anlangte und im Verein mit meinem Sohne in mich drang, gab ich die Abreiſe des Letzteren zu.“
„Ich muß Ihnen indeß hier noch bemerken, daß Raimundo kaum meine Tochter ſah, als er auch ſofort die heftigſte Leidenſchaft fuͤr ſie zu hegen begann; er ſprach daruͤber mit mir mit der ihm eigenthuͤmlichen Freimuͤthigkeit. Er ſtand da⸗ mals an der Spitze eines zu Empecinado's Trup⸗
pen gehoͤrenden Kavallerie⸗Detaſchements, denn er hatte die Abſicht, ſich in Cadix der Armee des


