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da rief er mir zu:„Nur muthig drein geſchla⸗
gen, Lara, auch Sie haben Unrecht zu raͤchen!“
Er ſprach dieſe Worte mit einem Gemiſch von Freude und Entſetzen, und focht dann wie ein Verzweifelnder. Ein⸗ oder zweimal ſpaͤter ſchien er im Begriff, mich anzureden, immer aber hielt er wieder inne, und dann ward er noch zuruͤckhal⸗ tender als zuvor. Dieſes ſeltſame Benehmen machte meine Neugier gewaltig rege, und da ich ihn jetzt gewahrte, uͤberlegte ich, ob ich ihn anreden ſolle
oder nicht.
In dieſem Augenblick erhob er ſein Haupt, warf einen wilden Blick umher, und eilte, als er mich ſah, auf mich zu; ſchnell aber, als er mich faſt ſchon erreicht hatte, blieb er ploͤtzlich ſtehen, und richtete ſein Auge auf mich, ſo, als kaͤmpfe er mit irgend einem ſchmerzlichen Gefuͤhle. End⸗ lich brach er in Thraͤnen aus, und auch in mei⸗ ne Augen draͤngten ſich Zaͤhren, denn ich empfand das groͤßte Mitleid mit ſeinem mir noch unbekann⸗ ten Grame.„Wir ſollten uns ſchaͤmen,“ begann er endlich, indem er ſich mit der Hand uͤber das thraͤnenfeuchte Antlitz fuhr,„wir ſollten uns ſchaͤ⸗ men, daß wir hier ſtehen und unſere Wangen mit unſeren Zaͤhren benetzen, waͤhrend unſere Schwer⸗ ter mit dem Blute unſerer Feinde befleckt ſeyn ſollten.“


