Teil eines Werkes 
1. Band (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

267

Der Knabe ſtand offenbar unentſchloſſen da, auf Osmonds wiederholte Einladung aber wei⸗ gerte er ſich etwas zu genießen.Ich danke, erwiederte er,der Vater gebot mir, mich nicht aufzuhalten.

Nun ſo will ich Dich nicht zum Ungehorſam verleiten, aber die Hand kannſt Du mir doch reichen, das hat der Vater Dir doch gewiß nicht verboten, komm her und gieb mir die Hand!

Das Herz des Kleinen das ſo ganz an Os⸗ mond hing, war übervoll und ergoß ſich in Thränen. Osmond war von dieſem Beweiſe kindlicher Zärtlichkeit ungemein gerührt, er nahm den Kleinen bei der Hand und unfähig ein Wort zu ſprechen, führte er ihn ſanft zur Thür, druckte ihn zärtlich an ſeine Bruſt und war froh als er ihn forteilen ſah, weil er ſich nun allein befand, und ſich der Rührung hin⸗ geben konnte, die das kunſtloſe Gefühl des Kleinen in ihm erweckt hatte. Den Inhalt des Schreibens glaubte er errathen zu können,