Teil eines Werkes 
1. Band (1828)
Entstehung
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ſeine Liebe— jetzt ſehe ich, Alles war nur Taͤu⸗ ſchung, jede Hoffnung iſt verſchwunden! Thörin, die ich war, längſt ſchon hielt ich mich uͤberzeugt, mich in mein Schickſal ergeben zu haben: O, du wankelmüthiges Herz!“— Ein tiefer Seufzer entſtieg ihrer Bruſt, denn ihre Selbſtachtung verminderte ſich, wenn ſie daran dachte, daß ſie Sclavin einer Leidenſchaft ſey, deren Hoffnungs⸗ leſigkeit ſie nur zu gut kannte. Ihre zarte Ge⸗ ſundheit machte, daß es nicht auffiel, wenn ſie des Morgens erſt ſpät ihr Zimmer verließ; und ſo war nur noch eine Stunde bis zum Mittag⸗ eſſen, als ſie, bemüht die Gefühle, die ihre Bruſt beſtürmten, wenigſtens den Blicken Ande⸗ rer zu verbergen, mit einem himmliſchen Aus⸗ druck von ſtiller Ergebung auf dem Geſicht, hinab in den Park wandelte, damit die milde Luft eines Sommernachmittags ihre Kräfte einigermaaßen belebe.

Ihre Schritte trugen ſie unwillkürlich einer Grotte zu, ihrem Lieblingsſitze, wo Osmond im vergangenen Sommer ſo oft an ihrer Seite ge⸗

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