Teil eines Werkes 
1. Band (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

46

er wünſchte und dachte, gegen die Freundin aus⸗ ſprach, jetzt verſchwunden ſey. Ihr Wunſch, ihn zu beruhigen, wich, ſo ſtark er auch war, vor ſeinem veränderten Benehmen; ſie ſtand auf, um nach Hauſe zurückzukehren, wobei ihr die zu⸗ nehmende Dunkelheit zum Vorwand diente.

Osmond erſuchte ſie, noch länger zu blei⸗ ben, aber nur obenhin, nicht dringend und feu⸗ rig, wie er es früher bei aͤhnlichen Gelegenheiten zu thun pflegte. Sie bemühete ſich indeß, ihren Kummer über dieſen neuen Beweis von der Ver⸗ änderung ſeiner Geſinnungen zu bekämpfen;„ich werde in der Einſamkeit noch Zeit genug zu Thrä⸗ nen und Seufzern haben,“ ſprach ſie zu ſich ſelbſt, „auf Freundſchaft muß ich meine Hoffnungen be⸗ ſchränken; Osmonds Freundin zu ſeyn iſt auch etwas werth!“

Von dieſem Gefühle aufrecht gehalten, be⸗ gann ſie, ihm auf's Neue freundlich zuzuſprechen: „Lord Euſtace,“ nahm ſie das Wort,„wird uns mit ſeiner Familie in der nächſten Woche beſuchen,

nebſt mehreren andern Männern, denen Sie vor⸗