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kaum konnte ſie die Verſuchung unterdrücken, nach der Bedeutung deſſelben zu forſchen. Os⸗ mond fuhr unterdeſſen mit mehr Faſſung fort: „Ich fühle, Lady Mary,“ ſprach er, daß mein Benehmen in der letzten Zeit raͤthſelhaft erſchei⸗ nen muß. Mein Unglück liegt darin, daß ich es nicht erklären darf. Könnte ich gegen irgend Je⸗ mand dieſes ſchmerzvolle Geſchäft unternehmen, es würde gegen Sie geſchehn, gegen Sie, meine theuerſte Freundin!“ Er ſchwieg in ungemeiner Gemüthsbewegung..
„Nur das ſagen Sie mir Osmond,“ entgeg⸗ nete Lady Mary, von der Innigkeit des jungen Mannes tief gerührt,„nur das ſagen Sie mir, daß keine entehrende Handlung—.
„Schonen Sie meiner,“ unterbrach ſie Os⸗ mond,„haben Sie Mitleid mit meinem gebro⸗ chenen Herzen!“ er ſprach dieſe Worte mit einer Angſt aus, die bis in Lady Mary's innerſte Seele drang.
Kaum wiſſend, was ſie that, drückte ſie mit ihrer Hand ſanft ſeinen Arm, während die beru⸗


