Teil eines Werkes 
1. Band (1828)
Entstehung
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Beide ſchwiegen nun wieder einige Minu⸗ ten, eine Pauſe ungemein peinvoll, wenigſtens für Lady Mary; Osmond unterbrach ſie zuerſt⸗ und enthob ſeine Gefährtin ihrer Verlegenheit, indem er des Wortwechſels erwähnte, der an dieſem Morgen zwiſchen ihm und ſeinem Vater ſtatt gehabt hatte.

Sie konnte jetzt frei den innigen Antheil ausſprechen, den ſie an ſeinem Wohl nahm, in⸗ dem ſie ihm bemerkte, daß es zu ſeinem Glück durchaus erforderlich ſey, ſich mehr in den Willen

ſeines Vaters zu fügen.

„Ihr Vater, Osmond,“ ſprach ſie,„hat große Abſichten mit Ihnen, Sie dürfen nicht bloß ſich ſelbſt leben, Sie gehören einer edlen Familie an, deren Gewicht und Anſehen zu vermehren in Ihrer Macht ſteht.— Ohne ungerecht gegen die Ihrigen und gegen ſich ſelbſt zu handeln, dür⸗ ſen Sie der Laune nicht nachgeben„ die Sie zu beherrſchen ſcheint. Denn was anders, als Lau⸗ ne, kann Sie bewogen haben, ſo lange von Ih⸗

rer Familie entfernt zu bleiben,— nun, da Sie