Teil eines Werkes 
1. Band (1828)
Entstehung
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An dem feſtgeſetzten Tage verſuchte Lady Mary vergebens, das bewegte Gemüth der Grä⸗ fin zu beruhigen, ihr eigenes Herz pochte zu mächtig, als daß ihr ein ſolches Bemühen gelingen konnte. Sie ſollte nun den Jüngling wiederſe⸗ hen, deſſen Bild ſie waͤhrend der letzten zwölf Monate, wachend oder träumend, unabläſſig geſchauet hatte. Sie malte ſich den Augenblick dieſes Zuſammentreffens aus, ach, ſie fürchtete, er werde verſchieden von dem des Abſchiedes ſeyn! Und warum ſollte er das? ſie war ja die⸗ ſelbe noch! aber Osmond? war er nicht älter ge⸗ worden, lag nicht etwas Geheimnißvolles in ſei⸗ nem Betragen? Dieſe lange— dieſe ſeltſame Abweſenheit, was konnte ſie bedeuten?— Ihre aufgeregte Phantaſte ließ ſie befürchten, daß jene mit etwas in Verbindung ſtände, das ihre Seele mit Schmerz erfüllen würde.

„Ich will nicht mehr daran denken,“ ſprach ſie endlich zu ſich ſelbſt,„ich will mich nur mit dem Gedanken beſchäftigen, daß ich ihn wieder⸗