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Jahre ihr Lebewohl ſagte, um ſich auf die Univerſi⸗ tät zu begeben.
Dort verlebte er drei Jahre, nur den Stu⸗ dien gewidmet, und zeichnete ſich überall als ein Jüngling von der feinſten Bildung, von Ge⸗ ſchmack und von vorzüglichen Talenten aus. Eine Reiſe nach dem Continent und mehrere Sommer⸗
Excurſionen verhinderten ihn, Lady Mary früher als nach Beendigung ſeiner Studien wiederzuſehen, wo er ſie auf dem Landgute ſeines Vaters fand.
Sie hatte ſich in dieſer Zeit nur wenig ver⸗ ändert. Dieſelben ruhigen Geſichtszüge, dieſelbe ſchöne Übereinſtimmung der Formen, dieſelbe zarte Geſundheit, daſſelbe anſpruchsloſe und doch ſo hinreißende Benehmen, ließen Osmond ſie, anfangs nur, als eine theure reizende Schweſter betrachten. Aber er war nun nicht mehr der un⸗ bedachte, leichtfertige Knabe, er hatte gerade
3 das Alter erreicht, in welchem das Herz nach einer ihm bisher unbekannten, innigeren Sympa⸗ thie verlangt; und ſo war es kaum möglich, täg⸗ lich ſich des vertrauten Umgangs der Lady Mary


