Teil eines Werkes 
2. Band (1828)
Entstehung
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Aber noch hatte ſie ſich der Verzweiflung nicht ſo ganz hingegeben, als daß ſie eine ſo entſetzliche Handlung hätte begehen können. Ihre Seele war ein Chaos von düſteren Bildern, in dem Schrecken und Schaam, Mittleid fuͤr ſich und für ihr Kind und zaͤrtliche Erinnerungen an ihre ferne Familie, an ihre theure Heimath, an ihren geliebten Vater, mit einander um die Oberherrſchaft rangen. Ihr Tod, ſie wußte es, wuͤrde in jedem Falle den Ihrigen unend⸗ lichen Kummer verurſachen, nun aber gar ein ſolcher Tod!„Schütze, ſchütze mich vor Ver⸗ zweiflung, ewiger Gott!“ rief ſie aus, und in ihre Erinnerung die tugendhaften Tage zurück⸗ rufend, die ihr einſt in der Mitte ihrer un⸗ ſchuldigen Geſchwiſter, an der Seite der from⸗ men Tante Catharine, ſo froh und glücklich dahingeſchwunden waren, ſank ſie nieder auf ihre Kniee, mit zum Himmel emporgehobenen Häͤnden und Thränen in den Augen, von dem Vater dort oben Verzeihung für ihre ſünd⸗