Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

218

Hermn Treſſilian, unſerm guten Freunde

und Vetter!

Wir ſind in dieſem Augenblicke ſo ſchlimm daran und befinden uns in einer ſo traurigen Lage, daß wir wuͤn⸗ ſchen, die von unſeren Freunden, in deren Anhaͤnglichkeit wir unſer volles Vertrauen ſetzen koͤnnen, um uns zu haben. Unter dieſen Umſtaͤnden halten wir unſern guten Herr Treſ⸗ ſtlian fuͤr einen der naͤchſten und beſten, ſowohl ruͤckſichtlich ſeines guten Willens als ſeiner Tauglichkeit. Wir erſuchen Euch daher, Euch in moͤglichſter Eile zu uns in unſere ſchlechte Behauſung zu Say's Court, unfern Deptford zu begeben, wo wir uns weiter mit Euch uͤber Gegenſtaͤnde be⸗ ſprechen wollen, welche wir nicht fuͤr rathſam hielten, dem Schreiben auzuvertrauen. Womit wir Euch denn ein herz⸗ liches Lebewohl bieten, und verbleiben Euer treuer Vetter

Rateliffe, Graf von Suſſex.

Schnell rufe mir den Boten herauf, William Badger! ſprach Treſſilian; und als der Mann hereintrat, rief er aus: Sieh da, Steffens, biſt Du's! wie geht's denn dem guten Lord?

Schlecht, Herr Treſſtlian, war des Boten Antwort; und daher hat er es um ſo mehr noͤthig, gute Freunde um ſich zu haben.

Welche Krankheit hat denn aber Mylord befallen,

fragte Treſſilian beſorgt;mir war's unbekannt, daß er un⸗ wohl ſey.

Ich weiß es nicht, entgegnete der Bote, aber er iſt

recht ſchlimm daran. Die Aerzte verlaſſen ihn nicht, und mancher ſeiner Diener argwohnt Boͤſes, als Zauberei oder noch Schlimmeres.