Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
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„Leicht moͤglich,“ verſetzte Treſſilian.„Menſchen, welche durch auffallende Haͤßlichkeit von den uͤbrigen gewiſſer⸗ maßen getrennt wurden, ſind, wenn ſie dieſe nicht etwa gar mit Haß verfolgen, doch wenigſtens geneigt, ſich über ihr Ungluͤck und Mißgeſchick zu freuen.“ 3

„Dickie aber,“ erwiederte Wayland Smith, dabei eine vortreffliche Eigenſchaft, die ſeinen Schel den boͤsartigen Anſtrich nimmt; er iſt eben ſo treu erg gegen ſeine Freunde, als boshaft gegen Fremde; wie ich Euch bereits vorhin ſagte, ich habe Grund, ſo zu ſprechen.“

Treſſilian fuͤhrte dieſe Unterredung nicht weiter, und ſie ſetzten ihre Reiſe ohne fernere Abentheuer fort, bis ſie in

ein Wirthshaus zu Marlborough gelangten; ein Ort, be⸗ ruͤhmt, weil er einſt einem der groͤßten Feldherrn Englands den Namen gab. Hier ward unſeren Reiſenden faſt zu glei⸗ cher Zeit die Wahrheit zweier alter Spruͤchwoͤrter kund, daß „boͤſe Kunde ſchnelle Beine hat,“ und,„daß der Horcher oft ſeine eigene Schande erfaͤhrt.“

Der Hof des Wirthshauſes befand ſich, als ſie hinein ritten, gewiſſermaßen in Aufruhr, und zwar ſo ſehr, daß ſie faſt keines Stallknechts oder Burſchen habhaft werden konn⸗ ten, um fuͤr ihre Pferde Sorge zu tragen; ſo war das ganze Haus von einer Neuigkeit erfuͤllt, die dergeſtalt ſchnell von Zunge zu Zunge flog, daß es ihnen eine Zeitlang unmoglich war, ihren Inhalt zu erfahren. Endlich aber ward ihnen kund, daß dieſe Nachricht einen Gegenſtand betreffe, der ſie nahe anging..

„Was es giebt, Herr!“ entgegnete der Oberſtallknecht auf Treſſilians wiederholte Frage,„ein Reiter kam hier ſo eben durch und erzaͤhlte, daß der Teufel mit Wayland Smith davon gefahren ſey; heute fruͤh, drei Meilen von