— 1385—
„Endlich verſchwand mein Meiſter ploͤtzlich, vorgebend, er wolle dieß Laboratorium hier beſuchen, wobei er mir ge⸗ bot, ihn, bevor zwei Tage vergangen ſeyn wuͤrden, nicht zu ſtoͤren. Als dieſe Zeit verfloſſen war, wurde ich bange, und eilte in dieſe Hoͤhle, wo ich das Feuer erloſchen, und alle Geraͤthſchaften in Unordnung fand, nebſt einem Zettel von der Hand des gelehrten Doboobius, wie er ſich zu nennen pflegte, durch welchen er mir kund that, daß wir uns nie wieder ſehen wuͤrden, und wodurch er mich zum Erben ſeiner chemiſchen Ayparate und der Pergament⸗Rolle einſetzte, wel⸗ che ich Euch ſo eben zeigte, mit dem Bedeuten, ſein Ge⸗ heimniß raſtlos zu verfolgen, weil ich unfehlbar dadurch einſt den Stein der Weiſen finden wuͤrde.“
„Und folgteſt Du dieſem weiſen Rathe?““ fragte Treſ⸗ ſilian.
„Nein, werther Herr!“ entgegnete der Schmidt;„von Natur vorſichtig und argwoͤhniſch, zumal, da ich meinen Mann kannte, ſtellte ich, noch bevor ich nur Feuer anzuzuͤn⸗ den wagte, die genaueſte Unterſuchung an, und entdeckte auch bald ein kleines Faͤßchen mit Schießyulver, welches auf dem Heerde verborgen lag, ohne Zweifel, um, ſobald ich das große Werk beginnen wuͤrde, augenblicklich eine Exploſion hervorzubringen, und dieſe Hoͤhle und alles, was darin iſt, in Truͤmmer aus einander zu ſprengen, welche dann zugleich mein Grab geweſen ſeyn wuͤrde. Hiedurch ward ich nun voͤlig von der Alchymie geheilt, und gern waͤre ich zum Hammer oder Amboß zuruͤckgekehrt; wer aber wollte wohl ſein Pferd vom Teufelsboten beſchlagen laſſen. Unterdeſſen war ich mit dem Dickie hier bekannt geworden, dem ich, als ich ihn einſt mit ſeinem Lehrer, dem gelehrten Erasmus Holyday zu Farringdon traf, einige Kunſtſtuͤck⸗


