Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
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Aufgebracht, zugleich aber doch uͤber Dickies hoͤchſt poſ⸗ ſterliche Gebehrden und Spruͤnge faſt unwiderſtehlich zum Lachen gereizt, ging er zu ſeinem Pferde zuruͤck, und ſchwang ſich hinauf, um den Burſchen mit groͤßerem Vortheile ver⸗ folgen zu koͤnnen.

Der Bube ſah ihn kaum ſeinen Gaul befrtgen, als er ihm auch ſogleich zurief: daß, eh' er ſein armes Pferd an⸗ greifen ſolle, er lieber herabkommen wolle, wenn Treſſilian verſpraͤche, nicht Hand an ihn zu legen.

„Ich will mich auf keinen Vergleich mit Dir einlaſſen, du heilloſer Geſell,“ ſagte Treſſilian,„gleich werde ich Dich in meiner Gewalt haben.“

„Iſt's ſo gemeint, Herr Reiſender,“ hohnlachte der Bube,„da iſt ein Moraſt hier neben uns, tief genug, alle Pferde der koͤniglichen Staͤlle zu verſchlingen— ſchnell ſchwing' ich mich hinein, und dann wollen wir ſehen,— euer Gaul und Ihr werdet verſinken, ehe Ihr mich, ohne meinen Willen, erwiſcht.“

. Treſſilian blickte umher, und es ſchien ihm, daß nach der Farbe des Bodens neben dem Huͤgel zu urtheilen, der Burſche wahr rede. Er beſchloß daher mit dem leichtfuͤßi⸗ gen, ſchlauen Buben Frieden zu ſchließen.—

„Komm nur herab, du LTeufelsbrut,“ rief er aus; „laß dein Geſchrei und Geſpringe, ich will Dir nichts Boͤſes thun, mein Wort darauf.“ 3

Der Burſche kam ſeiner Einladung mit dem groͤßten Vertrauen entgegen und tanzte in luſtigen Spruͤngen von ſeiner Anhoͤhe hinunter, ſeine Blicke auf Treſſilian gerichtet, welcher von ſeinem Gaul wieder herabgeſtiegen, neben dem⸗ ſelben ſtand, den Zuͤgel in der Hand haltend, athemlos und

faſt erſchoͤpft von ſeinem nutzloſen Exercitium, waͤhrend kein