dorther eine kreiſchende Weiberſtimme mit elaſſiſchen Beru⸗ higungsworten untermiſcht ertoͤnte. Dickie aber, eben ſo taub fuͤr die Aeußerungen großmuͤtterlicher Zaͤrtlichkeit, als fuͤr die ſchulmeiſterlicher Strenge, huͤpfte luſtig vor Treſſilian her, indem er ausrief:„Schreit Euch heiſer ſo viel Ihr wollt, doch denkt nicht daran, mit Honig euren Hals zu laben, unſern Vorrath davon habe ich ſchon geſtern zu mir genommen.
10.
„ Haben wir noch weit bis zur Wohnung des Schmidts, mein huͤbſcher Burſche?“ rief Treſſilian ſeinem jungen Fuͤh⸗ rer zu.
„Wie nennt Ihr mich?“ fragte dieſer, indem er ihn voon der Seite anblickte.
„Ich nannte Dich meinen huͤbſchen Jungen— liegt etwa eine Beleidigung darin?“
„Ei das nicht,“ entgegnete Dickie;„allein, wenn Ihr jetzt mit der Großmutter und dem Domine Holyday zuſam⸗ men waͤret, da koͤnntet Ihr gemeinſchaftlich das alte Lied anſtimmen:
Luſtig, luſtig, allen drei. Ging uns der Verſtand vorbei.“
„Und warum? kleiner Mann!“ antwortete Treſſilian.
„Weil,“ erwiederte der haͤßliche Zwerg,„Ihr drei die einzigen Menſchen ſeyd, welche mich je einen huͤbſchen Jun⸗ gen nannten.— Nun, die Großmutter thuts, weil ſie halb blind vor Alter und ſtockblind vor Zaͤrtlichkeit iſt,— und der arme Magiſter ſpricht ſo, um ſich in Gunſt zu ſetzen, und
um die vollſte Schuͤſſel Weizenbrei und den wärmſten Sis


