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1. Band (1823)
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85 Sitte angebracht und mit Arabesquen verziert, waren ſtatt der Stuͤhle in dieſem Gemache vorhanden, welches auch noch muſikaliſche Inſtrumente, Stickrahmen und aͤhnliche Gegen⸗ ſaͤnde zur weiblichen Unterhaltung enthielt. Außer kleineren Lichtern ward dies Nebenzimmer noch durch vier eoloſſale Wachskerzen erhellt, von denen jede ſich in der Hand einer Statue befand, welche einen bewaffneten Mauren darſtellte, der in ſeinem linken Arm einen runden hell polirten Schild von Silber hielt, aus dem das Licht der Kerze wie aus ei⸗ nem Kryſtallſpiegel in tauſendfachem Glanze wiederſtrahlte. Das Schlafgemach, welches zu dieſer glaͤnzenden Reihe von Zimmern gehoͤrte, war in einem weniger prachtvollen, aber darum nicht weniger reichen Geſchmack decorirt, als die fruͤher hier beſchriebenen. Zwei ſilberne Lampen, mit koͤſtlich duftendem Oele gefuͤllt, verbreiteten zu gleicher Zeit einen herrlichen Wohlgeruch, und einen zauberiſchen, dem Zwielicht gleichenden Schimmer, durch das ſtille Gemach. Der Fuß⸗ boden war mit weichen Teppichen bedeckt, ſo daß man ſelbſt die ſchwerſten Tritte zu hoͤren nicht im Stande war, und uͤber dem Bette, hoch gefuͤllt mit weichen Flaumen, lag eine Ue⸗ berdecke von Seide und Gold, unter der ſich die battiſtenen Ueberzuͤge, und die Unterdecken von ſpaniſcher Lammwolle, weiß wie einſt die Laͤmmer ſelbſt, zeigten. Die Vorhaͤnge waren von blauem Sammt mit einem Futter von carmoiſin⸗ rother Seide, reich feſtonirt mit Gold und mit einer Sticke⸗ rei, Amor und Pſychens Taͤndeleien vorſtellend, geſchmuͤckt. Auf der Toilette ſtand ein ſchoͤner venetianiſcher Spiegel, in einem trefflich gearbeiteten ſilbernen Nahmen, und daneben 3 eine goldene Schale, beſtimmt, den Nachttrunk aus derſelben zu genießen. Ein Paar Piſtolen und ein Dolch, reich mit Gold ausgelegt, waren beim Kopfende des Bettes zur Schau § 2 1