Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

75

Sprich mir, wovon Du willſt, guter Tony! entgeg⸗ nete Varney; ſey es von deinem albernen Glauben, oder

von deinem ſchlechten Thun und Treiben, ich kann in der

Welt nichts tauglicher finden, meinen Becher Alikante zu wuͤrzen. Deine Unterhaltung iſt pikant und ſchmackhaft, und reizt mehr zum Trinken als Caviar, geraͤucherte Rindszun⸗ gen, oder was es ſonſt dergleichen giebt.

Nun, ſo fagt mir, nahm Foſter das Wort,iſt denn unſers guten Lords und Herrn Vorzimmer nicht beſſer verſe⸗ hen mit anſtaͤndigen gottesfuͤrchtigen Maͤnnern, die ſeinen Willen und ihren eignen Vortheil auf ruhige Weiſe und ohne weltlichen Seandal in Acht nehmen, als daß er gendoͤ⸗

thigt waͤre, ſich von ſolchen bekannten Wuͤſtlingen und wil⸗

den Raufbolden folgen und bedienen zu laſſen, als Tidesley,

Killigrey und der freche Burſche Lambourne, den ich fuͤr

Euch ausſuchen mußte, und anderen ſolchen Gefellen, die den Galgen auf dem Geſicht und den Mord in ihrer rechten Hand tragen? Ein Schrecken fuͤr alle friedliche Menſchen und eine Schande fuͤr Mylords Dienſt!

Beruhigt Euch nur daruͤber, frommer Foſter enkgeg⸗ nete Varney.Wer auf alle Jagden ausgeht, muß auch alle Gattungen von Falken zur Hand haben, kurz oder lang beſchwingte. Der Cours, den Mylord ſteuert, iſt kein leich⸗ ter, und er muß auf allen Puneten mit treuen Anhaͤngern verſehen ſeyn, die ihm jede Art Dienſt verrichten. Er muß ſeinen glaͤnzenden Hoͤfting haben, wie mich, an dem er im Audienz⸗Zimmer ſeine uͤble Laune guslaſſen kann, und der jeden Augenblick bereit iſt, Hand an den Griff des Schlherd⸗

tes zu legen, wenn jemand Schmaͤhungen gegen Mylords

Ehre ausſtoßen ſollte.