Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Anthony Foſter war noch immer im Streit mit der rei⸗

enden Lady begriffen, welche fortwaͤhrend ſeinen Bitten, ſich

zuruͤck auf ihr Zimmer zu begeben, mit Verachtung begeg⸗ nete, als von dem Vorderthor des Kuituhanſes e ein Pfeifen erſcholl.

Da wird es uns nun ſchoͤn ergehen, ſagte Foſter, das iſt des Lords Zeichen; und was nun ſagen uͤber die Unord⸗ nung, die hier im Hauſe vorgegangen; bei meiner Seele, ich weiß es nicht. Haͤngt doch ſtets Unheil an den Ferſen dieſes Landſtreichers Lambourne; uͤberall iſt er dem Galgen entwiſcht, um zuruͤckzukehren zu meinem Verderben.

»Seyd ruhig, ſagte die Lady,und oͤffnet das Thor Eurem Herrn. Mein Lord, mein theurer Lord! rief ſie dann heftig bewegt, zur Thuͤr des Zimmers eilend.Ach,

es iſt nur Richard Varney ſetzte ſie darauf mit einer

Stimme hinzu, aus der ihre getaͤuſchte Hoffnung hervorging. Ja Madame, ſagte Varney, indem er hereintrat und die Lady mit großer Ehrerbietung begruͤßte, welches ſie nur

mit einer Miſchung von Nachlaͤſſigkeit und Mißvergnuͤgen

erwiederte,es iſt nur Richard Varney; aber auch die erſte lichte Wolke, wenn ſie in Oſten erſteigt, ſollte willkom⸗ men ſeyn, denn ſie verkündet den Aufgang der ſegensreĩchen Sonne.

Wie, kommt Mylord noch heute, rief die Lady in

freudiger Bewegung, und Tony Foſter ergriff das Wort,

und wiederholte die Frage. Varney entgegnete der Lady, daß ſein Lord die Abſicht habe, ſie zu beſuchen; und haͤtte noch einige Hoͤflichkeitsverſicherungen hinzugefuͤgt, waͤre nicht die Lady ſchnell zur Thuͤr des Gemachs gerilk, mit

Kenilworth. 1. Bd. E