Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
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nicht wollt, daß unſere neu erwachte Cameradſchaft ploͤtzllich wieder eines ſchnellen Todes ſterben ſoll. 5

Wie! rief Michael Lambourne,Ihr ruͤhmtet Euch ja ſonſt des Antheils, den Ihr am Tode der beiden alten ketzeriſchen Biſchoͤfe nahmt.

Das war, entgegnete ſein Camerad, als ich noch in den Banden des Unglaubens und der Suͤnde verftrickt war, kann jetzt aber, da ich zu den Berufenen gehoͤre, mir nicht mehr zur Laſt gelegt werden. Der fromme Herr Melchior Maultext vergleicht mein Ungluͤck bei jener Gelegenheit mit dem des Apoſtel Paulus, der die Kleider der Zeugen behielt, die den heiligen Stephanus ſteinigten. Er ſprach daruͤber drei Sonntage hinter einander, und belegte ſeine Worte mit dem Beiſpiel eines wuͤrdigen Mannes aus der Gemeinde damit meinte er mich.

Ich bitte Dich, halt ein! Foſter! ſagte Lambourne, denn ich weiß nicht, die Gaͤnſehaut uͤberlaͤuft mich, wenn ich den Teufel die heilige Schrift deuten hoͤre; aber Alter! wie hatteſt Du das Herz, die bequeme Religion zu verlaſſen, die Du eben ſo leicht aus⸗ und anziehen konnteſt, als deine Handſchuhe. Weiß ich doch noch recht gut, wie Du gewoͤhnt warſt, regelmaͤßig alle Monate dein Gewiſſen in die Beichte zu treiben! Und wenn Du es dann rein und weiß gewaſchen wieder vom Prieſter zuruͤck bekamſt, warſt Du gleich wieder bereit zu jedem loſen Streich, wie ein Kind, das augenblick⸗ lich wieder in den Schmutz watet, ſo wie ihm ſeine Sonn⸗

tagskleider angezogen werden.

Kuͤmmere Dich nicht um mein Gewiſſen; das iſt ein Ding, wovon Du nichts verſtehen kannſt, da Du ſelbſt nie

wins beſaßeſt. Laß uns lieber zur Sache kommen und ſage Kenilworth. 1. Bd. D