— à4—
„Bei meiner Treu, Oheim! rief der Geputzte, Ihr mach⸗ tet eine naſſe Nacht daraus, und ein trockner Morgen iſt ihr gefolgt; gern werd' ich Euch mit einem Glaſe von Eurem Baſtard Beſcheid thun.— Sieh da, mein huͤbſches Couſin⸗ chen! Ei, ich verließ Dich als ein Kind in der Wiege, und nun ſtehſt Du da in deinem Sammtjaͤckchen, als das ſchoͤnſte Maͤdchen, das je Englands Sonne beſchienen. Erkenn' doch deinen Freund und Vetter, Kind! und komm her zu mir, damit ich Dich kuͤſſen und Dir meinen Segen geben kann.
„Kuͤmmert Euch nicht um Ceeilie, Vetter!!“⸗ ſagte Giles Gosling, laßt ſie in Gottes Namen ihren Weg gehen; wenn gleich Eure Mutter ihres Vaters Schweſter war, ſo ſollt Ihr dennoch keine Vetterſchaft zuſammen treiben.“
„und warum nicht, Oheim!“ erwiederte Lambourne, „glaubſt Du, daß ich ein Heide bin, und meinem eigenen Geſchlecht Leid's zufugen wuͤrde?“
„Es iſt hier gerade nicht von Leid die Rede, Michael,““ verſetzte der Wirth; bloß eine kleine Vorſichtslaune, die mir oft einfaͤllt. Traun, Du biſt glatt und glaͤnzend wie die Schlange, wenn ſie im Fruͤhling ihre alte Haut von ſich wirft; aber trotz alle dem ſollſt Du nicht in mein Eden krie⸗ chen; ich werde ſchon auf meine Eva Acht haben, Michael, und damit genug.— Wie praͤchtig Du aber geputzt biß, Junge! Wer wuͤrde nicht, wenn er Dich ſo ſaͤhe, und hier, den Treſſilian dagegen in ſeinem dunkeln Reitanzuge, dig fuͤr den Cavalier, und ihn fuͤr den Kellerburſchen halten?:
„Glaubt mir, Oheim, entgegnete Lambourne,„us wuͤrde niemand, es muͤßte denn etwa Euer Bauervolk ſeyn. was dergleichen nicht beſſer verſteht. Gern geſtehe ich's laut und kümmere mich nicht darum, wer es hoͤrt, die wirt Vornehmen haben ſo eiten gewiſſen Anſtrich, in deſſen E


