Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
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geßt die Glaͤſer nicht es gilt den langen Sporen, den kurzen Stiefeln, vollen Muͤtzen und leeren Schaͤdeln!

Du biſt wohl gar eiferſuͤchtig auf mich, ſagte Gold⸗ reath, und doch hatte ich nicht mehr Gluͤck, als Dir oder je⸗ dem Andern haͤtte begegnen koͤnnen. 4

Ueber die Unverſchaͤmtheit! rief Lambourne,da will er wohl gar ſein Puddings⸗Geſicht und ſeine Ellenmanier mit einem ordentlichen Kerl und Soldaten in Vergleich ſtellen.

Laßt mich Euch bitten, guter Herr! nahm Treſſilian

das Wort,hier dieſen hoͤflichen Buͤrger nicht zu unterbre⸗

chen, mir deucht, er erzaͤhlt ſeine Geſchichte ſo gut, daß ich ihm bis Mitternacht zuhoͤren koͤnnte. 5 Eure Nachſicht iſt groͤßer als mein Verdienſt, antwor⸗ tete Goldreath;weil es Euch, mein wuͤrd'ger Herr Treſſi⸗ lian, aber Vergnuͤgen gewaͤhrt, will ich fortfahren, trotz der Stichel⸗ und Spottreden des tapfern Soldaten hier, der wohl noch mehr Schlaͤge als Kronen in den Niederlanden bekommen haben mag. Als ich nun ſo unter dem gemal⸗ ten Fenſter langſam vorbei ritt, den Zaum ließ ich uͤber den Hals meines Schimmels herabhaͤngen, theils meiner Be⸗ quemlichkeit wegen, theils um mit mehr Muße hinaufblicken zu koͤnnen, hoͤre ich ein Gitter oͤffnen; und da ſtand, bei meiner Treu, das ſchoͤnſte Frauenbild vor meinen Augen, was ich je geſehen habe, und glaubt mir, ich habe ſchon in meinem Leben viel huͤbſche Weiber, und mit eben ſo viol urtheilskraft, als irgend ein Anderer, erblickt. Und wie war denn ihr Aeußeres? fragte Treſſilian. O!' erwiederte Goldreath,ſie hatte einen gar fei⸗ nen Anzug; die Koͤnigin ſelbſt haͤtte nicht noͤthig gehabt, ſich dieſer Kleidung zu ſchaͤmen. Sie war von einem Ingwer⸗