Nach einem kurzen Zwiſchenraume gaß der Kraͤmer der von der ſtuͤrmenden Aufforderung der Geſellſchaft begleiteten Einladung des Gaſtwirthes nach, und ergoͤtzte den Zechverein durch folgendes Geſangſtuͤck: Von allen Voͤgeln im Buſch und Hain, Lob' ich die Eule mir. Und wer will guter Zecher ſeyn, Wach wie die Eule ſchier. So wie die Sonn' in Weſten ſank, Beginnt ihr Eulenlied, 3 Sie ſtoͤhnt die ganze Nacht entlang, Bis fruͤh das Dunkel ſchied. Derum ſey dieſer Becher im Jubel der Nacht, Auf's Wohl der Eule ausgebracht.
Die Lerche iſt ein faules Thier, Schlaͤft bis zum Morgen hin. Da lob' ich doch die Eule mir, Mit ihrem muntern Sinn. So greifet denn zum Becher nun, Bis Morgenroth Euch winkt! f und laßt die faulen Schlaͤfer ruh'n, Bis früh das Dunkel ſinkt. Und ſtets ſey der Becher in jubelnder Nacht, Auf's Wohl der Eule ausgebracht!
„Da iſt Saft und Kraft d'rin, Kinder,“ ſagte Michael Lambourne, als der Kruͤmer ſeinen Geſang geendet dae „Etwas Gutes ſcheint doch noch unter Euch zuruͤckgeblie⸗ ben.— Welch ein Seelenmeſſen⸗ Verzeichniß aber habt Ihr mir nicht von unſeren alten Cameraden abgeleſen,
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