Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
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auch giebt es keinen ſolchen Wein, ſelbſt nicht in den drei Kranichen zu London ſo viel ich weiß, wenn Ihr aber in Peres oder auf den Canarien⸗Inſeln beſſern Wein findet als den da, will ich weder Krug noch Geld in meinem Leben wieder beruͤhren. Ei, haltet nur einmal das Glas vor das Licht, da werdet Ihr ſchon die kleinen Dinger im goldenen Getraͤnk tanzen ſehen, wie den Staub im Sonnenſtrahl. Aher ich moͤchte lieber Wein zapfen fur zehn Bauern, als fuͤr einen Reiſenden Nun, ſchmeckt der Wein?*

Er iſt gut und angenehm, ſagte der Fremde;um aber gutes Getraͤnk kennen zu lernen, ſolltet Ihr den Wein einmal koſten, wo er waͤchſt. Glaubt mir, Euer Spanier iſt ein zu kluger Mann, als daß er Euch die Seele ſeiner Trau⸗ ben ſenden ſollte. Dieſer hier, den Ihr ſy hochſchaͤtt, wuͤrde zu Port St. Mary nur als ein Baſtard angeſehen werden. Ihr ſolltet reiſen, Herr Wirth! um ſo recht bis auf den Grund in das Geheimniß der Faͤſſer und Kannen einzu⸗ dringen.

In der That, Herr Gaſt, ſagte Giles Gosling, wenn

ich nur reiſen ſoll, um mit dem unzufrieden zu werden, was

ich zu Hauſe bekommen kann, wuͤrde, duͤnkt mich, meine Wanderung eine Narrenreiſe ſeyn. Ueberdem, glaubt mir's, raͤmpft wohl mancher Narr ſeine Naſe uͤber einen guten Trunk, ohne je etwas anders als den Kuͤchenrauch von Alt⸗ England gerochen zu haben, und ſo lobe ich mir denn im⸗ mer meinen eignen Heerd.

Das iſt nur niedere Denkungsart, Herr Wirth! ver⸗ ſetzte der Fremde;ich bin uͤberzeugt, nicht alle Eure Lands⸗ leute denken ſo. Es giebt brave Kerls unter ihnen, die wohl gar eine Fahrt nach Virginia unternahmen, oder doch we⸗ nigſtens einen Streißug nach den Viederlanden machten.

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