Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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ſtande ihrer Sorge zu machen, alle anderen Nebenruͤckſichten aber bei Seite zu ſetzen. Die fluͤchtende Graͤfin und ihre Begleiterin eilten mit raſchen Schritten durch den Garten, den unebenen oft ge⸗ hemmten Pfad hinab, welcher einſt eine Allee geweſen, jetzt aber durch die wild in einander verwachſenen Aeſte der Baͤume voͤllig verfinſtert, und nur hie und da durch das ſchwache taͤuſchende Licht des Mondes erhellt war, welches an einigen Stellen durch Oeffnungen drang, die der Holz⸗ art ihr Daſeyn verdankten. Oft wurden ihre Schritte von gefaͤllten Baͤumen, welche im Wege lagen, oder von großen Aeſten, zuruͤckgehalten, die man hier noch hatte liegen laſſen, weil es an Zeit fehlte, ſie zu zerhauen. Das Unangenehme und die Schwierigkeiten ſolcher Unterbrechungen, ihre Eile, in der ſie ſich kaum Athem zu ſchoͤpfen erlaubten, und die Gefuͤhle von Furcht und Hoffnung, welche die Graͤfin be⸗ ſtuͤrmten, hatten dieſe, als kaum die erſte Haͤlfte ihres We⸗

ges zuruͤckgelegt war, ſo erſchoͤpft, daß Janette ſich zu demn

Vorſchlage gezwungen ſah, ſich einen Augenblick lang Ruhe zu goͤnnen. Beide ſtanden daher unter dem Schatten einer ungeheuren alten Eiche ſtill, und blickten nun von einem natuͤrlichen Gefuͤhl geleitet nach dem alten Herrenhauſe, welches ſie hinter ſich gelaſſen hatten, deſſen lange, dunkle Fronte mit den eoloſſalen Rauchfaͤngen und Thuͤrmen, welche ſich wie ſchwarze Rieſen in die blaue Sommernacht hinauf hoben, in feierlicher Ferne ſichtbar war. Ein einzi⸗ ger Lichtſchimmer nur flimmerte von der dunklen Maſſe her⸗ uͤber, aber niedrig, ſo daß ſein Schein eher von der Erd⸗ flaͤche vor dem Herrenhauſe, als aus einem der Fenſter deſ⸗ ſelben zu kommen ſchien. Die Angſt der Graͤſin erwachte aufs neue.—„Dort kommen ſie, unſre Verfolger!“ rief ſie, indem ſie mit der Hand nach dem Lichte zeigte. Ja⸗