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„Jo bin auf morgen an den Hof beſchieden,“ ſprach Lei⸗ ceſter zu Varney gewandt,„dort werde ich, wie es heißt, Mylord von Suſſey treffen. Die Koͤnigin will die Uneinig⸗
keit unter uns ſchlichten, ohne Zweifel eine Folge jenes Be⸗
ſuchs zu Say's Court, den Du unrecht haſt, fuͤr ſo unbedeu⸗ tend zu halten.“
„Dennoch behaupt' ich, es war nichts daran;“ entgeg⸗ nete Varney,„ja, ich weiß ſogar von einem ſichern Bericht⸗ erſtatter, der von Mehrerem, was dort geſprochen wurde, Ohrenzeuge war, daß Suſſex bei dieſem Beſuche in der Gunſt der Koͤnigin eher verloren als gewonnen hat. Als die Monarchin wieder in die Barke trat, ſoll ſie geſagt ha⸗ ben, Say's Court gleiche einem Wachthauſe, und ſein Ge⸗ ruch dem eines Hospitals. Oder dem einer Garkuͤche in Rum's Alley, hat die Graͤfin von Rutland hinzugefuͤgt, welche immer Ew. Herrlichkeit Freundin geweſen iſt. und dann hat Mylord von Lineoln ſich auf ſeine fromme Weiſe in die Sache gemiſcht, bemerkend, daß des Grafen wilde und altmodiſche Haushaltung entſchuldigt werden muͤſſe, weil er ja noch immer unvermaͤhlt ſey.“
„Und was ſagte die Koͤnigin darauf?“ fragte Leiceſter ſchnell.
„Sie nahm es gar uͤbel auf,“ entgegnete Varney,„und fragte, was Mylord von Suſſex auch mit einer Frau ſolle, und wie der Lord Biſchof uͤber ſolchen Gegenſtand ſprechen koͤnne. Wenn die Ehe auch erlaubt iſt, habe ich doch nir⸗ gend geleſen, daß ſie auch geboten ward, ſoll ſie binzugefugt haben.“


