Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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unſerm Vorſatz, uns nach der Stadt zu begeben, abzuſtehen, und lieber den armen Grafen von Suſſer durch einen Be⸗ ſuch uͤberraſchen. Er iſt krank, und ohne Zweifel werden ſeine Leiden noch durch die Furcht vor unſerer Ungnade ver⸗ mehrt, von der ihn indeß das freie Geſtaͤndniß dieſes muth⸗ willigen Juͤnglings voͤllig befreiet. Was meint Ihr? Waͤre es nicht eine Handlung der Menſchlichkeit, ihm einen Troſt zu gewaͤhren, den der Dank einer Koͤnigin, ihm fuͤr ſo manche geleiſtete treue Dienſte verbunden, zu ſpenden im Stande iſt?“— 1

Es iſt leicht zu begreifen, daß keiner, an den dieſe Worte gerichtet waren, ſich ihrem Vorſchlag widerſetzte.

„Ew. Majeſtaͤt ſind der Athem, der uns belebt,“ ſprach der Biſchof von Lincoln. Die Kriegsmaͤnner wollten darauf ſterben, daß das Antlitz der Monarchin ein Wetzſtein fuͤr ihre Schwerdter ſey; die Staatsmaͤnner verſicherten, daß die Koͤ⸗ nigin ihnen wie eine hellſtrahlende Sonne auf dem Pfade der Politik voranleuchte, und ſaͤmmtliche Damen ſtimmten darin uͤberein, daß kein Mann in England der Huld der koͤniglichen Gebieterin wuͤrdiger ſey, als der Graf von Suſ⸗ ſey, Lord Leiceſter ausgenommen, fuͤgten einige der gewand⸗ teſten Hofleute hyinzu; eine Bemerkung, der Eliſabeth indeß keine ſcheinbare Aufmerkſamkeit ſchenkte. Die Barke erhielt alſo Befehl, ſich ihrer koͤniglichen Fracht bei Deptfort zu entladen, dem naͤchſten und gelegenſten Landungsplatz, um nach Say'’s Court zu gelangen; damit die Monarchin im Stande ſey, ihrer koͤniglichen und muͤtterlichen Sorge Ge⸗ nuͤge zu leiſten, und ſich in Perſon nach den Geſundheits⸗ umſtaͤnden des Grafen von Suſſer zu erkundigen.

Raleigh, deſſen lebendiger Geiſt aus den unbedeutendſten Umſtaͤnden die groͤßten und wichtigſten Folgen vorherſah und berechnete, verſaͤumte nicht, die Koͤnigin um die Erlaubniß