— 228—
Zurück, in welchem er lange ungeduldig auf und ab ge⸗ ſchritten war;„nie noch,“ rief er aus,„ließ ein Weib eine ſo ſchöne Gelegenheit zur Flucht unbenutzt!“
„Vielleicht,“ entgegnete Foſter,„iſt ſie entſchloſſen, die Ankunft ihres Gemahls abzuwarten.“ „Gewiß,— gewiß!“ rief Varney hinausſtürzend, waran hatte ich nicht gedacht.“ Nach weniger als zwei Minuten hoͤrte Foſter, welcher geblieben war, das Getrampel eines Pferdes im
2s Grafen ähnlich;— einen Augenblick darauf öffnete ſich die Zimmer⸗Thür der Gräfin— in demſelben Mo⸗ ment ſtürzte die Fallthür hinab.— Ein ſchwerer Fall ward gehört— ein dumpfes Geſtöhne— und alles war ſtille.— In demſelben Augenblicke fragte Varney durch ein
beſchreiblich furchtbar gemiſchten Tone:„Iſt der Vogel gefangen,— iſt die That gethan?“ 3
„Gott vergieb uns unſere Sünden!“ ſagte Foſter.
„Ey was, du Narr!“ entgegnete Varney,„dein Geſchäft iſt aus, und dein Lohn verdient. Blick hinab in das Loch,— was ſiehſt Du?“
„Ich ſehe nichts, als ein Häufchen weißer Kleider,„ erwiederte Foſter,„zuſammengetriebenem Schnee ähnlich. — Ach Gott, ſie bewegt den Arm noch!“ 3
„Wirf ihr etwas auf den Kopf,“ ſagte Varney,— „deine Geldkiſte, oder ſonſt etwas ſchweres.“
gegnete Foſter;—„es bedarf deſſen nicht,— ſie iſt tobt.“—
„So bi uns froh ſeyn,“ ſagte Varney, indem er ins Zimmer trat,„glaubte ich buch nicht, des Grafen Zeichen ſo treu nugahamen zu können.“ „Giebt es ein jüngſtes Gericht,“
und dann ein Pfeifen, dem gewöhnlichen Signal
Fenſter herein, mit einem von Schrecken und Spott un⸗
„Varney, Ihr ſeyd ein eingefleiſchter Teufel!“ ent⸗
5
entgegnete Foſter,
4


