Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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zu Lambourne:Alſo Du wollteſt deinem Herrn entgegen handeln? ſprach er,deinem Wohlthäter, der Dich in die Laufbahn zum Hofglück einführte, deſſen Lehr⸗ ling Du warſt, Michael! Der Dich die Tiefen und

Sandbänke der Hofintrigue kennen lehrte.

Michael, Michael! entgegnete Lambourne,ich habe einen Namen, vor dem ſich ein Herr gehört, ſo gut, wie vor irgend einem andern, und was das Uebrige betrifft, war ich euer Lehrling, ſo iſt die Lehrzeit aus, und ich will mein Werk auf eigene Hand beginnen.

So nimm zuvor deinen Lohn! rief Varney, indeem er ſein ſchon einige Zeit zuvor in der Hand gehaltenes

Piſtol auf Lambourne abfeuerte. Der Elende ſtürzte ohne einen einzigen Laut von ſeinem Gaule herab, worauf Varney ſich ſchnell von

dem ſeinen ſchwang, die Taſchen des Gefallenen durch⸗

wühlte und umkehrte, damit es den Anſchein gewänne, als ſey er unter Räuberhänden geblieben. Dann ſteckte er das Schreiben des Grafen, ihm der wichtigſte Gegen⸗ ſtand, zu ſich, und nahm auch Lambournes Börſe, in der deſſen Verſchwendung nur noch einige Goldſtücke zu⸗ rückgelaſſen hatte, mit ſich; doch aus einem ſeltſamen Gemiſch von Gefühlen vermochte er dieſe nicht länger, als bis zu einem unfernen Flüßchen, welches die Land⸗ Straße durchkreuzte, bei ſich zu behalten, wo er ſie mit aller Kraft ſeines Armes weit von ſich weg in das Waſ⸗ ſer ſchleuderte. Solchergeſtalt wirken die Ueberreſte des Gewiſſens, ſelbſt wenn es völlig unterjocht iſt; ſelbſt dieſer grauſame, reueloſe Menſch würde ſich entehrt gefühlt haben, hätte er die wenigen Goldſtücke des Elenden, den er ſo eben erſchlug, in ſeine Taſche geſteckt.

Der Mörder lud ſein Piſtol wieder, nachdem er