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che ich jenem Verräther ſchenkte, aus ſolcher Quelle her⸗
rührte?“— uUnfähig indeß, die Hoheit zu behaupten, die ſie angenommen hatte, fuhr ſie wieder mit einem ſanf⸗ teren Tone fort:„Doch, warum verſuchen, ſelbſt Dich täuſchen zu wollen, mein weiſer, treuer Diener!“”“
Burleigh faßte ihre Hand, und küßte ſie mit Innig⸗ keit, wobei— eine Seltenheit in den Annalen der Höfe— eine Thräne wahren Mitgefühls demn Anat des Miniſters entrollte.
Es iſt wahrſcheinlich, daß eben dieſes Mitgefühl Eli⸗ ſabeth behülflich war, die ihr zugefügte Kränkung zu er⸗ tragen, und ihren heftigen Zorn zu unterdrücken; noch mehr aber wirkte gewiß die Furcht, durch ein leidenſchaft⸗ liches Benehmen jene Gefühle zu verrathen, welche ſie als Königin und Weib ſo ſorgfältig zu verbergen bemüht war. Sie wandte ſich von Burleigh ab, und ſchritt noch einigemale in der Halle auf und nieder, bis ihr Geſicht in die gewohnte Würde, und ihr ganzes Weſen ſeine ruhige, ſtolze Handlung wieder gewonnen hatte.
„Unſere Monarchin iſt wieder ſie ſelbſt,“ flüſterte Burleigh zu Walſingham, ebt Acht, was ſie thut, und widerſprecht nicht.“
Eliſabeth ſchritt jetzt auf Leiceſter zu;„Mylord von Shrewsbury!“ ſprach ſie mit Ruhe,„wir entheben Euch der Pflicht hinſichtlich eures Gefangenen.— Steht auf, Mylord von Leiceſter, und nehmt euer Schwerdt zurück. — Eine viertelſtündige Gefangenſchaft unter dem Gewahr⸗ ſam unſeres Marſchalls deucht uns keine allzu harte Strafe für das mondenlang mit uns getriebene Spiel. Jetzt wollen wir das Nähere über die Sache vernehmen.“— Sie nahm auf ihrem Thronſitze Platz, und fuhr fort:„Tretet vor,
Treſſilian, und ſagt, was Ihr wißt!“


