Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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— 1935—

da der Burſche weder ihn noch Treſſilian auffinden konnte, und ſich ſo in dem Beſitze eines Briefes fand, der an kei⸗ nen Geringeren, als an den Grafen von Leiceſter ſelbſt, gerichtet war, gerieth er in große Angſt über die Folgen ſeines Leichtſinns. Die Vorſicht und ſelbſt die Furcht, welche Wayland rückſichtlich Varney an den Tag gelegt hatte, ließen ihn ſchließen, daß dieſer Brief in die eigenen Hände des Grafen überliefert werden müſſe, und daß es der Lady Schaden bringen könne, wenn er ihn irgend ei⸗ nem Diener übergäbe.

Er machte einige Verſuche, eine Audienz bei Leiceſter zu erhalten; allein ſeine ſeltſame Geſtalt und ſein unbe⸗ deutendes Aeußere bewirkten, daß er jedesmal abgewieſen wurde. Einmal indeß wäre es ihm faſt geglückt, als er nämlich beim Herumſtöbern in jener Grotte das Käſtchen fand, welches, wie er wußte, der Gräfin zugehörte, bei der er es auf der Reiſe geſehen hatte. Nachdem er ſich vergebens bemühete, es entweder der Gräſin ſelbſt, oder Treſſilian zuzuſtellen, übergab er es, wie wir erzählt ha⸗ ben, an Leiceſter ſelbſt, den er indeß unglücklicherweiſe in ſeiner Verkleidung nicht erkannte.

Endlich, als während des Maskenſpiels der Graf ſich der untern Halle näherte, glaubte Dickie, ſein Vorha⸗ ben ausführen zu können; eben aber, als er Leiceſter anreden wollte, kam ihm Treſſilian zuvor. Seinem ſchar⸗ fen Gehör entging die auf den Trophäenplatz verabredete Zuſammenkunft nicht, und er beſchloß, ein Zeuge derſelben zu ſeyn, hoffend, beim Gehen oder Kommen Gelegenheit zu finden, den Brief übergeben zu können. Ein Zufall

machte, daß er ſpäter anlangte, aͤls der Graf, ſo, daß bei ſeiner Ankunft die Gegner ſchon im Kampfe begriffen waren, wo er denn eilig die Wache aufmerkſam machte,

Kenilworth. zter Bd. N 4