Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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raſtlos auf ſeinem Herrn; denn er hatte, aus dem Le⸗ ſer wohl bekannten Urſachen, mehr als irgend ein Ande⸗ rer aus Leiceſters zahlreicher Bedienung, Grund, beſorgt zu ſeyn, daß die Kraft und Geiſtesgegenwart den Grafen an dieſem wichtigen Tage nicht verlaſſen möchte. Ob⸗ gleich Varney einer jener ſeltenen— gottlob ſehr ſelte⸗ nen, moraliſchen Ungeheuer war, welche ſich darauf ver⸗ ſtehen, ihr eigenes Gewiſſen in den Schlaf zu lullen, und ſich durch Atheismus in eine ſolche moraliſche Ge⸗ fühlloſigkeit verſenken, gleich wie Menſchen bei großen Schmerzen durch Opium in bewußtloſen Zuſtand gebracht werden, wußte er doch, daß in der Bruſt ſeines Her⸗ ren noch das Feuer flammte, welches nie verliſcht, und daß der Graf, in der Mitte aller der Pracht und Herr⸗ lichkeit, welche wir beſchrieben haben, den Wurm nagen fühlte, der nimmer ſtirbt. Ueberzeugt indeß, wie es der Graf, zufolge Varney's Bericht war, daß ſeine Gemahlin an einem Unwohlſeyn leide, welches als eine gültige Entſchuldigung für ihr Nichterſcheinen bei der Königin gelten konnte, war, wie der Böſewicht berech⸗ nete, nur wenig Gefahr vorhanden,(daß ſein ehrgeizi⸗ ger Gebieter den innern Zuſtand ſeiner Seele durch ir⸗ gend eine äußere Schwäche verrathen würde.—

Der Zug überhaupt, Männer und Frauen, zur unmittelbaren Umgebung der Monarchin beſtimmt, be⸗ ſtand begreiflicher Weiſe aus Allem, was der Hof am trefflichſten im Gebiete der Tapferkeit und der Schön⸗ heit aufzuweiſen hatte,— aus den edelſten und weiſeſten

Männern jener glorreichen Regierung, deren Namen zu wiederholen nur den Leſer ermüden würde. An ihn ſchloß ſich eine große Menge von Rittern und Edelleuten, deren Rang und Geburt, obgleich wugegeichnet, den⸗