Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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„zumal, da Du Raum für mich haſt,— ungern nur möchte ich Umſtände verurſachen.— Iſt aber ſonſt noch jemand mit Euch zurück gekommen?“

„Freilich,“ erwiederte Blount,„Varney und ein ganzer Haufen Leiceſterianer, und auch eine Schaar von unſers ehrlichen Suſſer Leuten.— Wir ſollen Alle die Königin drüben beim Galleriethurme empfangen, und einigen Narrenspoſſen beiwohnen; dann aber zur Auf⸗ wartung Ihrer Majeſtät in der großen Halle bereit ſeyn,

während ihr Gefolge die Reiſekleider ablegt.— Gott

mag mir beiſtehen, wean die Königin mich anreden ſollte; weiß ich doch nicht, was ich ihr antworten würde.“

„Und was hat ſie ſo lange in Warwick aufgehal⸗ ten,“ fragte Treſſilian, beſorgt, die Unterredung möchte ſich wieder auf ſeine eigenen Angelegenheiten lenken.

„Ein Zuſammenfluß von Narrheiten,“ erwiederte Blount;„da gab's Redner und Schauſpieler, Hunde und Bären, Menſchen in Affen⸗ und Affen in Men⸗ ſchengeſtalt,— mich wundert's, daß die Königin dabei aushalten konnte. Aber immer und ewig hieß es:„Ew. Königl. Majeſtät Sonn⸗umſtrahltes Antlitz“ und was dergleichen Schnack mehr war; und da bewährte ſich denn ſo recht der Spruch: Eitelkeit macht auch den Weiſeſten zum Narren.— Jetzt aber müſſen wir machen, daß wir zum Galleriethurm kommen, obgleich ich eigentlich nicht weiß, was Du, Treſſtlian, dort in deinem Reitkleide für eine Figur ſpielen wirſt.“

„Ich werde mich hinter Dich ſtellen,“ ſagte Treſſi⸗ lian, welcher gewahrte, daß der ungewöhnliche Putz gro⸗ ßen Einfluß auf die Einbildungskraft ſeines Freundes gehabt hatte;„dein Glanz und dein prächtiger Anzug

werden das Nachläſſige des meinigen bedecken.“