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ſtreitend. Treſſilian empfand bei ſeiner jetzigen Gemüths⸗ ſtimmung keine große Sehnſucht nach ihrer Geſellſchaft, aber es war keine Möglichkeit vorhanden, ſie zu vermei⸗ den; auch fühlte er in der That, daß er, durch ſein Verſprechen gebunden, ſich weder Emmy zu nähern noch irgend einige Schritte für ſie zu unternehmen, am be⸗ ſten thun würde, ſich unter Menſchen zu miſchen, und aus ſeinem Geſicht, ſo viel als möglich, den Ausdruck von der Angſt und Quaal zu entfernen, welche ſo ſchwer auf ſeiner Seele laſteten. Er machte daher aus der Noth eine Tugend, und rief ſeinen Kameraden zu: „Glück zu, Ihr Herren! woher des Weges?“
„Von Warwick,“ entgegnete Blount;„wir mußten nach Hauſe, um unſere Kleider zu wechſeln, wie Schau⸗ ſpieler; und Ihr, Treſſilian, würdet gut thun, unſerm Beiſpiele zu folgen.“
„Blount hat recht,“ ſagte Raleigh;„die Königin
liebt ſolche Beweiſe von Ehrfurcht, und ſieht es als ei⸗
nen Mangel an Achtung an, wenn Cavaliere, welche nicht grade in ihrem Gefolge mit anlangen, im
gewöhnlichen Reiterzeuge vor ihr erſcheinen.— Aber ſieh
doch einmal den Blount an, Treſſilian; ſieh ihn an, ich bitte Dich, des Spaßes wegen, wie ihn ſein alberner Schneider herausſtaffirt hat;— in blau, grün und car⸗ moiſin, mit fleiſchfarbenen Bändern, und gelben, Schlei⸗ fen auf den Schuhen.“
„Nun, was haſt Du ſchon wieder,“ ſagte Blount, „ habe ich doch dem krummbeinigen Kerl von Schneider befohlen, ſein Beſtes zu thun, und das, deucht mir, iſt auch geſchehen. Seh' ich doch hübſch genug aus,— hübſcher als Du.— Hier Treſſilian mag entſcheiden. 5


