Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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indirectem Wege erfuhr er indeß, daß ſich Treſſilian al⸗ ler Wahrſcheinlichkeit nach unter einem großen Schwarm von Cavalieren befände, welche im Gefolge des Grafen von Suſſex in Kenilworth angelangt wären, wo Leice⸗ ſter ſie mit Beweiſen von großer Achtung und Auszeich⸗ nung empfangen habe. Ferner hörte er, daß ſich beide Grafen mit ihrem Gefolge und einer großen Anzahl an⸗ derer Ritter und Herren, zu Pferde nach Warwick be⸗ geben hätten, in der Abſicht, der Königin auf ihrer Reiſe von dort nach Kenilworth als Eſcorte zu dienen.

Die Ankunft der Monarchin hatte ſich nämlich, wie oft ähnliche große Begebenheiten, von Stunde zu Stunde verzögert, und ein athemloſer Bote die Nach⸗ richt gebracht, daß Ihre Majeſtät, von dem Wunſche be⸗ ſeelt, die Huldigung ihrer Vaſallen, welche ſich deßhalb nach Warwick begeben hatten, in Empfang zu nehmen, erſt mit der Dämmerung in Kenilworth eintreffen wür⸗ den. Dieſe Kunde löſete auf einige Augenblicke diejeni⸗ gen von ihren Poſten ab, welche zum unmittelbaren Empfange der Königin dahin geſtellt, und beſtimmt wa⸗ ren, zu den Feſtlichkeiten mit beizutragen, unter denen ſie einziehen ſollte; woraus Wayland, welcher verſchie⸗ dene Reiter in das Schloß zurückkehren ſah, die Hoff⸗ nung zu ſchöpfen begann, daß ſich auch Treſſilian unter dieſer Zahl befinden könne. Um nun dieſe Gelegenheit, ſeinen Beſchützer aufzufinden, nicht zu verlieren, ſtellte ſich Wayland auf dem äußern Schloßhofe neben den Mor⸗ timersthurm, ſorgfältig jedermann beobachtend, welcher über die Brücke, an deren Ende jener Thurm gelegen war, ging oder kam. Von hier aus konnte alſo, ohne von ihm bemerkt zu werden, niemand weder das Schloß verlaſſen, noch in daſſelbe hinein reiren; denn mit ſchar⸗