Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

unter der Schulter; an ſeinen Füßen trug er Sandalen, mit Streifen von ſcharlachrothem Leder, an denen metal⸗ lene Knöpfe glänzte u, kreuzweis aufgebunden; ein eng an⸗ ſchließendes Wamms von ſcharlachrothem Sammt, reich mit Gold beſetzt, und t8 eäazt Beinkleider von demſelben koſt⸗ baren Zeuge, bedeckten den obern Theil ſeines Körpers und ſeine Schenke 1, während er lae eines Mantels ein ſchwarzes Bärenfell über den Schultern trug. Der Kopf ieſer furchtbaren Geſtalt hatte keine andere Bebeckung, als die ſeines ſtrußpigen, ſchwarzen Haars, welches an beiden Seiten über ein Geſicht von jenem ſchwerfälligen, plumpen Ausdruek h herabhing, den man oft bei Menſchen von Eesnsze hee Größe antrifft, und der, allerdings mit Ausnahme, die Urſache des allgemeinen Vorurtheils gegen Rieſen iſt, welche man gewöhnlich für einfältige

ger war, ſeinem übrigen Aeußern gemäß, mit einer un⸗ geheuern, mit Stahl beſchlagenen Keule bewaffnet, und ſtellte, mit einem Wort, ganz einen jener oft in Volks⸗ ſagen und Rittergeſchichten erwähnten Rieſen dar.

Das Benehmen dieſes Giganten ſchien, als Way⸗ land Smith ſeine Aufmerkſamkeit auf ihn richtete, ein Gepräge von Verlegenheit und Unruhe zu tragen; bald I faß er einen Augenblick auf einer Bank von maſſivem 5 Steinwerk, welche zu ſeiner Bequemlichkeit am Eingange der Pforte errichtet zu ſeyn ſchien; dann ſprang er plötz⸗ lich auf, kratzte mit ſeinen mächtigen Fäuſten in den buſchigen Haaren, und ſchritt auf ſeinem Poſten auf und nieder, woie von Ungeduld und Angſt getrieben. Während nun ſo der Thorwüchter mit mächtigen Schrit ten auf und ab ging, wollte Wayland mit Beſcheiden⸗

. N

ren entblößt, ſo auch ſeine Aeme bis auf eine Handbreit

und ungeſittete Menſchen hält. Dieſer furchtbare Krie⸗