ſich hieher gewagt hat, die Heiden von dem Aber⸗ glauben zu der chriſtlichen Religion zu bekehren, hat mir verſprochen, dieſen Brief zu uͤberbringen.
Ich benutze dieſe Gelegenheit, und hoffe, daß Sie
die letzten Worte ihrer ſterbenden Freundin wohl⸗ wollend aufnehmen werden.“
„ Vor einigen Tagen erſt wurden die irdi⸗ ſchen Ueberreſte meines wuͤrdigen Gatten zur Erde beſtattet.— Ich achtete ihn, und wuͤrde ihn ge⸗ liebt haben, haͤtte ich nicht gewußt, daß ich ihn
getaͤuſcht hatte. Dieſes Gefuͤhl haͤtte meine Liebe
nicht ſchwaͤchen ſollen, aber es that es dennoch. Ich zitterte fortwaͤhrend, daß irgend ein Umſtand ihm den Betrug entdecken moͤchte, und ſo ſchau⸗ derte ich unwillkuͤrlich zuſammen, ſelbſt dann, wenn er mir am liebevollſten laͤchelte.“
„Eitle Furcht— unnuͤtze Beſorgniß! werden Sie vielleicht bei dieſer Stelle meines Briefes aus⸗ rufen, ſie war ein gluͤckliches Weib, ſie konnte in Frieden leben und ſterben.— Friede und Gluͤck habe ich nimmer gekannt, und Sie ſelbſt werden begreifen, daß meine Beſorgniß nicht ungegruͤndet
war, wenn ich Ihnen ſage, daß, waͤre mein Gatte


