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meine Liebe beſitzt. Ich verwerfe Deinen kalten vernuͤnftigen Rath, und wenn gleich genoͤthigt, mich unter die Nothwendigkeit zu beugen, werden meine Pulſe dennoch nie fuͤr einen Anderen ſchlagen, als fuͤr den, der mich zuerſt die Liebe kennen lehrte.“
Erſchoͤpft von der Anſtrengung, mit der ſie dieſe Worte ausſprach, ſank Emilie zuruͤck auf ih— ren Sitz. Harley eilte ihr beizuſtehn, und uͤber ſie gebeugt, waͤhrend ſie ihm winkte ſich fortzube⸗ geben, entſtroͤmten ſeinen Augen Thraͤnen, die ſich mit den Zaͤhren ſeiner Geliebten miſchten.
„Lebe wohl, lebe wohl, Emilie!“ rief Har⸗ ley endlich, alle ſeine Seelenkraͤfte zuſammenneh⸗ mend; dann erfaßte er ſanft ihre bleiche Hand, druͤckte einen brennenden Kuß darauf, ſchauete der Halbohnmaͤchtigen noch einmal tief, tief ins Auge, und ſtuͤrzte verzweiflungsvoll zum Zimmer hinaus.


