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ſchen, daß ihre Reize keinen Anderen begluͤckten? Nein, nein, ein ſolcher Wunſch braͤchte ihm Schande! Als Emiliens Bruder war es ſeine Pflicht, ſie zu beſchwoͤren, ihn zu vergeſſen, ihre Neigung einem anderen, gluͤcklicheren Sterblichen zu ſchenken, und ſo dem tiefgebeugten Vater den Kummer zu erſparen, die geliebte Tochter fuͤr die Welt verloren zu wiſſen!
Daß er ſo handeln mußte, fuͤhlte er, wie aber konnte er es vollbringen? Welchen Grund ſollte er fuͤr den ploͤtzlichen Wandel ſeines Be⸗ nehmens angeben? Sollte er— konnte er ihr den Fehltritt des Vaters kund thun, und das Elend deſſelben vermehren, indem er ihn in den Augen der Tochter herabſetzte? Konnte er ihr die Schande ſeiner eigenen Mutter verkuͤnden und das ihm von dem Baronet geſchenkte Vertrauen taͤuſchen? Das war unmoͤglich! er mußte Emilien jenen Rath geben, aber er durfte ihr nicht die Beweg⸗ gruͤnde nennen, die ihn herbei fuͤhrten.
Die Stunde des Fruͤhſtuͤcks nahete heran, und man ſetzte ſich dazu nieder. Eine dumpfe Stille herrſchte, Emilie verſuchte wohl dann und wann eine Unterredung zu beginnen, wenn ſie aber in


