Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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daß er dieſe Erlaubniß nur benutzen werde, um ihr die Schwere des Schlages, der die Liebenden trenne, weniger fuͤhlbar zu machen.

Er begab ſich zu Bette, aber nicht zur Ruhe. Nie hatte er mehr als heute einen erquickenden Schlummer auf ſich herab gewuͤnſcht, denn er hoffte, derſelbe wuͤrde ihm Staͤrke zu der Pruͤ⸗ fung verleihen, die ihm am naͤchſten Morgen be⸗ vorſtand. Aber vergebens nur rief er den mohn⸗ bekraͤnzten Gott an; er ſchloß ſeine Augen, aber er konnte, ſelbſt nicht auf Momente die truͤben Gedanken verſcheuchen, die ſeine Seele beſtuͤrm⸗ ten. An ſeiner fieberhaft bewegten Phantaſie glitt die furchtbare Erinnerung vergangener Tage vor⸗ uͤber, oder ſie irrte umher in der ſchwarz vor ihm daliegenden Zukunft. Er hatte mit Ent⸗ zuͤcken Emiliens Entſchluß vernommen, nie ihre Hand einem Anderen zu geben; nun aber, da ihm Gott und Natur die Verbindung mit ihr unterſagten, durfte er wuͤnſchen, ja durfte er es erlauben, wenn er es anders verhindern konnte, daß ſie jenes Geluͤbde erfuͤllte? Sollte eine ſo lieb⸗ liche Blume einſam und unbemerkt verbluͤhn? Weil er ſie nicht beſitzen konnte, durfte er wuͤn⸗