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ging. In ſeiner Brieftaſche hatte man die ſchriftliche Bitte gefunden, mich, ſobald er ge⸗ fallen ſeyn würde, von ſeinem Tode zu unter⸗ richten.“—
„Nach dem Tode der Prinzeſſin Anna Ca⸗ tharina wollte ich das Schloß verlaſſen, wo jeder Gegenſtand ſo mannigfache trübe Erinne⸗ rungen bei mir hervor rief, aber ihre Schwe⸗ ſtern, Sophie Eliſabeth und Eleonore Chriſtine, wollten mich nicht von ſich laſſen. Ich blieb
demnach bei ihnen, bis die Erſtere ſich vermählte,
und meine Stiefmutter ſtarb, wo ich dann wie⸗ der zu meinem Vater zog, um deſſen Pflege zu übernehmen.“
„Dort erſt, in der Einförmigkeit eines ſtil⸗ len Lebens, wandelte ſich meine düſtere Melan⸗ cholie in eine ruhigere Wehmuth.“—
Baſe Dorothea ſchwieg— und in der klei⸗
nen Verſammlung herrſchte einige Augenblicke lang eine tiefe Stille, endlich nahm Friedrich das Wort: War es denn aber nicht möglich, daß alle Umſtände nur ſo zuſammen trafen, daß er dennoch das furchtbare Verbrechen nicht be⸗ gangen?“ 1.


