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deutſcher Sprache abgefaßt und die Handſchrift mir unbekannt. Das Schreiben war von einem
Offizier in öſtereichiſchen Dienſten, welcher mir
berichtete, daß Joſeph ein Jahr unter ihm ge⸗
dient und ſich während dieſer Zeit mit einem an
Tollkühnheit gränzenden Muthe jedweder Gefahr
preis gegeben habe. Seine Kameraben hatten bemerkt, daß er jedesmal, wenn er in den Kampf
ging, ſich zuvor ſcheu umſchaute, ſo als gewahre
er jemand hinter ſich, worauf er dann einen
Namen nannte und ſich verzweiflungsvoll in den
dichteſten Haufen ſtürzte. In einem vor kur⸗ zer Zeit ſtattgehabten Treffen hatte er endlich den Tod gefunden, den er ſchon längſt ſuchte.
Der Name„Ranzau“ war das letzte Wort,
welches ſeine ſterbenden Lippen ausſprachen.“ „Der Offizier, welcher den Brief geſchrie⸗ ben, äußerte die Vermuthung, daß Joſeph da⸗ durch ſeine Anhänglichkeit an ſeinem früheren Herrn zu erkennen gegeben habe und verſicherte, wie auch die Kameraden des Verſtorbenen der Meinung wären, daß es auch jener Name ge⸗ weſen ſey, den er dumpf vor ſich hin murmelnd ſtets ausgeſprochen habe, wenn es in die Schlacht


